2. Weltkrich 1940 - 1945


 aus Texter vum André Hohengarten, der Revue an den Bicher

"Die Umsiedlung in Luxemburg 1942-1945"  &  "Als Luxemburg entvölkert werden sollte"

esou ewei iwermettelt Erzielungen vun menger emgesiedelter Famill:

Faber-Siedler an dem Mentz'e Loll (Florentine) dat och emgesiedelt war.

 

Fotoen sin all aus dem Album vu menger Bom dem Faber-Siedler Mina an hieren Medercher Maria & Sophie Faber

Reichsarbeitsdienst (RAD)

Am 23. Mai 1941 verordnet der Gauleiter Gustav Simon, von Koblenz-Trier welcher auch für Luxemburg zuständig ist, dass sämtliche Jungen und Mädchen zwischen 17 und 25 Jahren in den „Reichsarbeitsdienst“ (RAD) müssen. Zuerst betroffen sind die Jahrgäbge 1920 – 1924. Bis 1944 kommen auch die Jahrgänge 1924-1927 dazu. Der „Reichsarbeitsdienst“ bedeutet, dass die Jungen und Mädchen für sechs Monate in besondere Lager eingezogen werden wo sie als billige Arbeitskräfte auf deutschen Bauernhöfen arbeiten oder für Ausschachtungs-, Dränage-, Straßenbauarbeiten, usw hinzugezogen werden. Desweiteren steht täglicher Drill, militärische Übungen und politischer „Unterricht“ im Geiste des Nationalsozialismus auf dem Programm. Die Luxemburger sind auf eine ganze Reihe von RAD-Lagern verteilt, hauptsächlich in Ostdeutschland, im besetzten Polen und Griechenland, usw.

 

Wehrpflicht

Am 30. August 1942 verkündet der Gauleiter Gustav Simon auf einer „Großkundgebung" auf Limpertsberg die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht in Luxemburg. Sofort eingezogen werden die Geburtsjahrgänge 1920 bis 1924 welche vorher im RAD eingezogen waren. So wie für die Jungen der Jahrgänge 1920-1924 werden am 25. März 1943 die Wehrpflicht für den Jahrgang 1925, am 8. Dezember 1943 für den Jahrgang 1926 und am 14. Juli 1944 für den Jahrgang 1927 eingeführt. Jeder Luxemburger Junge, der einen „Stellungsbefehl“ bekommt, muss eine schwere Entscheidung treffen. Soll er sich in die deutsche Wehrmacht zwingen lassen und für Nazideutschland sein Leben riskieren oder soll er sich nicht stellen und somit eine schwere Strafe riskieren? Spätestens seit Juli 1943 bedeutet Desertion auch Umsiedlung der Familie (Sippenhaft)


Kriegshilfsdienst (KHD)

Ab Februar 1943 müssen die Luxemburger Mädchen nach dem RAD noch im Prinzip für sechs Monate zum „Kriegshilfsdienst“. Meistens müssen sie in Fabriken für die Rüstungsindustrie arbeiten. Durch die alliierten Bombardierungen ist ihr Leben in diesen Betrieben besonders gefährdet. Die dort arbeitenden Mädchen stehen Tag für Tag Todesangst aus. Auch beim Aufräumen in den bombardierten Städten müssen sie helfen. Für einige von ihnen bleibt es aber nicht dabei: Bei Bombardierungen werden sie schwer verletzt oder verlieren sogar das Leben.

 

Foto: 2, vun Lenks: Mme Faber Sophie 1943 an RAD Uniform


Erklärungen wei et zur Zwangsrekruteierung an zur Zwangsemsiedlung komm ass.

Wehrdienstverweigerer, Deserteure und Widerstandskämpfer

Die Luxemburger, welche versuchen sich dem obligatorischen „Arbeitsdienst“ oder „Wehrdienst“ zu entziehen, bringen sich und ihre Familie in große Gefahr. Trotzdem wählen diesen Weg 3 500 Jungen, von denen 2 500 hier im Lande versteckt werden können: bei Privatleuten in Häusern oder Scheunen, auf Speichern, in Kellern, in „Bunkern“, die im Wald gegraben oder in verlassenen Stollen eingerichtet werden. Dies ist nur möglich mit der Hilfe der Widerstandsorganisationen aber auch von Privatleuten, die alle ein großes Risiko auf sich nehmen. Weil es aber immer schwieriger wird, ein Versteck im kleinen und scharf überwachten Luxemburg zu finden, wählen mehr als 1 000 Wehrdienstverweigerer den nicht weniger gefährlichen Weg ins Ausland, was meistens nur mit Hilfe von mutigen „Schleppern" möglich ist.

Die Wehrdienstverweigerer und Deserteure wissen, dass sie die Todesstrafe erwartet. Sehr harten Strafen sind auch diejenigen aus gesetzt, welche die Jungen verstecken oder ihnen auf irgendeine andere Art und Weise helfen. Die Familie muss mit der Umsiedlung rechnen. Diejenigen, welche die Jungen über die Grenze fuhren, ihre Uniformen verschwinden lassen oder sonst wie sich einsetzen, damit sie desertieren können, stehen mit einem Fuß im KZ oder im Grab. Im Laufe der Zeit entstehen in Belgien und Frankreich einige Zentren, wo die Wehrdienstverweigerer und Deserteure Unterkommen können. Das bekannteste ist Les Anzises in der Auvergne, wo Albert UNGEHEUER vielen Jungen Papiere und Arbeit besorgen kann, was er mit dem Leben bezahlen muss.

Jungen:

Zwangsrekrutiert                                                                um die 12000

Wehrdienstverweigerer und Deserteure                        etwa 3500

Tote und Vermisste                                                            etwa 2750

und Hunderte Krüppel, Schwerverletzte und Kranke.

     Mädchen :

     RAD et KHD                                    mehr als 3600

     Tote und Vermisste                        um die 60



Emsiedlung vun den Rollénger Famillen Faber a Mentz 1944 - 1945

Texter sin vum Arend Claude & Josée-Anne Brausch-Fourné zesummengestallt aus iwermettelten Erzielungen vun hierer 1944 emgesiedelter Famill Faber-Siedler & der Famill Mentz-Laroche dei och emgesiedelt war, esou ewei e puer Détailer aus den Bicher "Die Umsiedlung in Luxemburg 1942-1945"  &  "Als Luxemburg entvölkert werden sollte"

 

Fotoen sin all aus den privaten Albumen vum Faber-Siedler Mina an hieren Medercher Maria, Sophie an Mathilde Faber (meng Famill)



Zwangsemgesiedelt Famillen vun Rolléng.

Laut mengen Recherchen goufen am ganzen 2 Rollénger Famillen esou ewei 1 einzelnen Mann vun Rolléng emgesiedelt. Et waren dat:

Famill Faber-Siedler

Famill Mentz-Laroche

an den  Haas Philippe



Erzielungen vun der Famill Faber-Siedler Antoine

Den Faber Léon ( Léi) war am Reichsarbeitsdienst (RAD). Wéi en do sollt an Wehrmacht agezun gin huet hien sech an Frankreich ofgesaat wou en ennert engem falschen Numm bei engem Bauer geschaft huet.

 

Sophie Faber (2. vun Lenks) an der RAD Uniform 1941

Den Faber Joseph war am RAD zu Innsbruck agesaat. No engem Heemechtcongé ass hien, well en och sollt an Wehrmacht agezunn gin, net mei zereck gangen a war domadder Fahnenflüchtig. Hien huet sech mat villen aneren Jongen an den Gallerien um Tëtelbierg verstopt.

Den Fabesch Jos bei  engem heemlechen Galleriesausgang hannert den Ridoen.

Well den Léi an den Jos Faber esou ewei den Mentz Emile, Jean-Pierre an François als Refraktär respektiv Fahnenflüchteg gefuert gi sin a well 1944 keng Bestichung seitens eisen Famillen un Preisen oder Gilemännercher mei gangen ass, sin sie den 9 August 1944 ganz freih Mueres aus den Better geheit an a Sippenhaft gefoll gin. Sie kruten Sippennummer 976 a sin vun der Rodanger Gare aus op Hollerech an duerno iwer ??? an Lager Schlesien 103 zu Boberstein dem heutegen Bobrów a Polen, zwangsemgesiedelt gin.

Zu deier Zeit war Faber Marguerite - Gréit genannt - am 2ten Mount schwanger.

Den Mentz Jean-Pierre an François sin allen 2 aus den KZter eremkomm.



Sippennummer 976

Faber Antoine (Toni)

Faber Elise (Wilhelmine - Mina)

Faber Maria (May)

Faber Guillaume (Sophie)


 

Faber Marguerite (Gréit)

Faber Antoinette (Toine)

Faber Théodore (Téd)

Faber Mathilde


Emsiedlungsdatum

09.08.1944

 

 

 


Lager

103 = Boberstein

 

 

 



Transport Rodange - Boberstein

Iwer Prague (Foto 1) a Maklissa (Foto 2) op Boberstein den 06.03.1944

Lager 103 - Boberstein oder och Schloss Boberstein dat heutegt Bobrów a Polen leit ca 150 km Loftlinn vun Dresden eweg.

 



Um Scheld steht:

Volksdeutsche Mittelstelle - Umsiedlung - Lager Schlesien 103

 Famill Faber - Siedler an anerer Januar 1945


Ennendrenner den dementspreichenden Gesonheetskaart an Lagerpass mat den Datumen. Fotoen weisen den Convoi an den Allgäu. Wei der gesit sin och nach nach aner letzebuerger Famillen dohinner verlued gin.

Famill Faber-Siedler war vum 10.08.1944 bis den 06.03.1945 zu Boberstein am Lager 103. Den 06.03.1945 hun Preisen do decidéiert, dass sie verlued geifen. Vun Boberstein aus ass et do mam Zuch an Transportwagoen op Bayreuth an e Lager gangen a den 10.03.1945 vun Bayreuth op Baumgarten an den 04.04.1945 sin se zu Illerztizen entloss gin d.h. sie kommen do am  Allgäu als Hellefskraft op een Bauerenhaff zu Böhen bei Wolfertschwenden.

 

Böhen uewen riets op der Kaart leit 15 km vun Memmingen - 58 km vun Lindau an 126 km vun Stutgart eweg (Loftlinnen)-

Um Wée vun Boberstein op Bayreuth - während engem Bommenugref zu Pfarrkirchen - ass dem Josée-Anne a mein Cousin den Less Julot op Welt kom.



Transport vun Boberstein an den Allgäu



Den Jong 2ten vun Lenks ass mein Moni Téd.



Asatzuertschaft vun der Famill Faber-Siedler (Sippennummer 976) am Allgäu war Uertschaft Böhen um Haf vun der Famill Altenried (Kaspar-Maria & ?). Hei sin sie bliwen bis sie befreid goufen. Ze erwähnen ass awer och, dass sie do gut opgeholl goufen an dass bis an dei heuteg Zeit nach Kontakt zu deier Famill besteht.



Befreiung Mai 1945

Vum Allgäu iwer Bregenz op Lëtzebuerg mat denen dementspriechenden Ausweisdokumengter.

DDT Entlausungspapeier 24.05.1945



Mat Wiseblummen garneierten Befreiungswagon

Dokument ass op Englesch.





Desen ganz wichtegen Certificat ausgestallt den 13. Juni 1946 vun den Parquei'en Lëtzebuerg an Diekerech, zertifieiert, dass Faber Marie net weinst antipatrioteschen Dreiwen a Lëtzebuerg verfollegt get.

 

Esou een Certificat kruet jidderein vun der Famill Faber-Siedler Antoine.


Reichsarbeitsdienst (RAD) zu Innsbruck

Hei enner anerem och Fotoen vun dem Jos a Léon F. dei op Innsbruck zwangsrekruteiert waren.

Fotoen sin gemach gin, net well eisen Jongen Uniform esou gut gefall huet, mae fier den Familjen

doheem ze weisen, dass et hinne gut gaet an Famill esou ze berouhegen!!!



Fotoen vun Boberstein


<-- heemlech gemachen Foto vum Bobersteiner Lagerkommandant.



Lager Boberstein Kreschdag 1945

vlnr: Toiny - Sophie - Mathilde - Gredy an Maria Faber-Siedler

Maria Faber-Siedler



Hausarbeschten a Krankenstatioun zu Boberstein





Verschidden Gruppefotoen 1944-1945 zu Boberstein

Jugend



05.09.1944


1944 Spillschoul - Kindergarten



1944 - Ons Jongen

mam Faber Téd (mettels Reih 2ten vun Riets)




mam Stull Änder Buch "Mit 19 will man noch nicht sterben" beschreift hien seng Erennerungen aus senger Zeit als Zwangsrekruteierten an der däitscher Wehrmacht. Hien schreift iwert sein Asatz un der Ostfront an dem schweieren Neiufank durch eng schweier Verwondung an dauerhaft Behennerung vun engem jonken Mensch nom Zereckkommen a seng Héimecht.